Fotografieren

6. April 2018 Storys 0 Comments

Die Frage warum oder wofür ich fotografiere, wird mir öfter gestellt. Zum einen fotografiere ich für mich selbst, aus der Lust heraus mich auszuprobieren, meine Ideen umzusetzen und um zu lernen. Dabei geht es mir nicht so sehr um die Technik, sondern in erster Linie um die Person und die Idee die ich fotografiere. Sozusagen die ursprüngliche Art der Fotografie. Mich reizt der Umgang mit den Menschen, indem ich versuche Situationen und Momente festzuhalten, in denen Die- oder Derjenige ganz sie selbst sind, oder ich versuche ihnen Seiten zu entlocken, die sie selber noch gar nicht von sich gesehen oder für Möglich gehalten haben.

Der Reiz dem Menschen Ausdrücke, Emotionen und verborgene Talente zu entlocken, oder durch Styling auch ein anderes Aussehen zu geben, ist jedes Mal eine spannende Erfahrung, nicht nur für mich. Nicht selten höre ich nach den fertigen Fotos die Feststellung „Das war eine super Erfahrung und hat das Selbstbewusstsein gesteigert“ oder die Frage „Bin das ich?“. Ich versuche Trends oder Stereotypen aus dem Weg zu gehen. Und das nicht erst seit dem facebook, instagram oder sonstige Plattformen verführen, für mehr Likes und mehr Follower das zu machen was gerade alle anderen machen. Bis vor ein paar Jahren habe ich für mein Online-Magazin unter anderem auch die Partys und Konzerte in Wilhelmshaven fotografiert. Schon dort habe ich bei den Partys (weitestgehend) vermieden die „wir haben ganz viel Spaß und lächeln fröhlich in die Kamera“ Fotos zu machen, sondern habe versucht die Stimmung der Party einzufangen. Ich habe die Menschen beim Tanzen fotografiert, bei ihren Bestellungen an der Theke, oder beim small talk am Rande.

Ich mache keine Prinzessinnen-Fotos, kein Chi-Chi, und stelle meine Models auch nicht vor oder neben die untergehende Sonne auf ein Feld oder in eine Straße. Und Rapsfelder sind mir genauso zuwider, wie Kirschblüten oder sonstige Trends wie Calvin Klein Unterwäsche und Netzstrumpfhosen. Was bleibt? Inspiration und eigene Ideen! Und die bekomme ich im täglichen Leben und von den Menschen die ich fotografiere.

Etwas anders ist es, wenn ich fotografiere um die Fotos in meine Marketing- oder Werbearbeiten einsetzen zu können. Sei es für Arbeitgeber oder um Sportteams, Musiker oder Projekte zu unterstützen. Hier geht es um feste Vorgaben oder Ziele die mit den Fotos erreicht werden sollen. Die Verbindung von Foto und Mediengestaltung macht diesen Part für mich besonders reizvoll.